Durch unser ganzes Leben werden wir von Zahlen begleitet. Wir kennen vor
allem die quantitative Betrachtungsweise. Wir legen Teile zusammen, addieren,
bilden Summen, fügen zusammen. Diese Betrachtungsweise ist die Grundlage
für unsere Technik, das Geldwesen, die Wirtschaft. Dieser Betrachtungsweise
fehlt der Blick für das Ganze, für die Einheit des Universums.
Es gibt aber auch eine qualitative Betrachtungsweise der Zahlen. Sie sieht
jedes Wesen als Teil des Ganzen, der Inhalt ist wichtig, der Wesenskern.
Darum liegt in den Zahlen eine Symbolsprache verborgen.
Pythagoras, berühmter griechischer Philosoph, Mathematiker, Bildhauer
und Mitbegründer der Geometrie, erkannte, dass jede Zahl eine Schwingung
und jede Schwingung eine bestimmte Qualität hat. In seiner Mysterienschule
lehrte er die Beziehung zwischen dem Menschen und den göttlichen Gesetzen
anhand der Mathematik der Zahlen. Er verschlüsselte das heilige Wissen
und die grossen Einweihungen in Zahlen und Formen. Durch diese Verschlüsselung
war das heilige Wissen sicher geschützt und nur Menschen zugänglich,
die auch dafür bereit waren.
Die heutige Zahlenlehre des Zehnersystems geht auf Pythagoras zurück.
Die Zahlensymbolik wurde zu einer Erfahrungswissenschaft, die in geheimen
Schulen mündlich weitergegeben wurde. Später wurde dieses Wissen
in einer jüdischen Textsammlung, der Kabbala ( das Buch der verborgenen
Weisheit) aufgenommen. Zahlensymbolik ist darum die Lehre von den Symbolen,
Zyklen und Schwingungen. Sie lehrt uns, unseren göttlichen Kern zu
erkennen und in unserem Menschsein zu verwirklichen. Es geht um den Geist,
um uns mit ihm zu verbinden und aus ihm zu leben.
In den Zahlen verbirgt sich ein Schlüssel zu den Gesetzen der geistigen
Welt und zum Entwicklungsweg unserer Seele.
Ziel der Zahlen-Symbolik ist es, Schwingungen und Gesetzmäßigkeiten verstehen zu lernen, um unseren Lebensplan zu erkennen und entsprechend zu gestalten.